Ein erster persönlicher Bericht zur MoneyFair 2019 in Berlin

Zugegeben, wir sind keine Fans von subjektiver Meinung, deswegen sei dazu erwähnt, dass der Bericht nur die Meinung des Autors widerspiegelt und von jedem anders aufgenommen werden kann.

Es ist der 31.01.2019, das Flugzeug am Berliner Tegel von München gelandet und mit Freude auf Berlin erstmal 30 Minuten Stillstand, nachdem Personal für das Parken nicht auffindbar war.

Nachdem der erste Eindruck enttäuschend war, probierten wir UBER aus, da wir aus München gewohnt sind, besseren Fahrservice zu erhalten, als ein Taxi es bieten kann.

Nach nur wenigen Minuten dann, war das gefühlt 20 Jahre alte Fahrzeug angekommen und brachte uns zu dem gebuchten Hotel.

Am nächsten Tag dann, vollgepackt mit 20 PCGS Münzen (darunter diverser Einzelstücke und seltener Muster) fuhr das Taxi uns zu der Messe, die scheinbar in Berlin unter den Beförderungsdienstleistern unbekannt war.

Dort angekommen, gaben wir erstmal unsere Garderobe im Kellergeschoss ab. Der Service kostet etwa 1,50€ (vielleicht auch 2€). Allerdings war das eine Garderobe, bei der man keineswegs Vertrauen aufbauen konnte und Wertsachen lieber in der Bauchummantelung oder Tüte tragen mitnahm.

Der erste Gang durch den Sicherheitscheck mit unseren Tickets (ich glaube als Gast zahlt man hierfür 9€) ging in ein Getümmel voller Personal und eiliger Personen. Die Struktur war relativ Chaotisch und man hatte kaum eine Übersicht über Stände oder Sektionen.

Nachdem wir dann die ersten Stände abgeklappert haben um besondere Stücke oder Geschenke für Kunden zu kaufen, sind wir an einem Stand hängen geblieben welcher unsere Boxen die wir unter anderem in China schreinern lassen anboten. Die Preise lagen hier bei den Boxen pro Stück ab 50€ und gingen aufwärts bis in den 3-stelligen Bereich. Hier kam sofort der Eindruck, dass die Messe nur dafür gedacht war um Ahnungslosen Kunden überteuerte Ware zu verkaufen.

Als wir dann weitere Stände abgeklappert haben und unter anderem 4GB USB Sticks für 15€ betrachtet haben (wir lassen diese für unter 5€ produzieren), sind wir auch auf Rosen aufmerksam geworden. Diese Rosen waren mit Gold überzogene Rosen und kosten in Bangladesch ungefähr 5€ das Stück zzgl. 10€ Versand. Auf der Messe wurden diese für Preise ab 40€ angeboten, sodass wir direkt weitergegangen sind.

Nachdem das Glück nicht auf unserer Seite war, versuchten wir 1KG Silbermünzen zu kaufen. Hierbei hatten wir einen Stand in Sicht, welcher eines der 1KG-Panda Münzen ausgestellt hat. Auf die Anfrage wie viele wir kaufen können, da das Volumen uns relativ egal war, wurden wir nur mit stressiger Art abgeblockt, dass diese nicht wissen wie viele auf Lager sind.

Nach langer vergeblicher Suche nach akzeptablen Preisen kamen wir dann zu dem Stand der PAMP, der größten und bekanntesten Prägestätte aus der Schweiz. Hier waren wir überrascht, da unsere exklusiven Münzen die von der PAMP geprägt wurden ausgestellt waren.  Unter anderem war dort die PGA TOUR® Serie, sowie die Formel 1® und Britische Museum gezeigt, welche besonders beliebt ist.

Zuletzt sind wir dann auf unseren Partner PCGS Europe aufmerksam geworden, welcher dort einen sehr schönen Stand – und nicht nur ein Tisch mit Plane – angeboten hatte. Leider war dort zu viel los um dort Lange zu verweilen.

Nach einem gestressten Tag ohne Einkäufe schlossen wir den Abend im Restaurant im Messegelände ab, welches trotz starker Kritik erstklassiges Essen servierte und auch guten Wein anbot.

Mein abschließendes Feedback ist, dass es sich keineswegs Lohnt die Messe zu besuchen, sofern man nicht überteuert Produkte einkaufen möchte. Spezielle Artikel waren kaum erhältlich und Schnäppchen gab es nicht.

Die Beratung war in der Regel nicht professionell und die Auswahl mager. Selbst gängige Produkte wie aktuelle Anlagemünzen wurden im günstigsten Fall zum Spot+100€ angeboten.

Für alle die dennoch gerne auf Messen dieser Art gehen, empfehlen wir die Numismata welche in diesem Jahr wieder vom 02.03.2019 – 03.03.2019 in München (Lilienthalallee 40) aufgestellt ist.

Ich denke, wir werden auch nächstes Jahr als Gast wieder auf der MoneyFair sein, allerdings scheint die Nachfrage gering zu sein und die Generation traditioneller Goldsammler scheint mehr zum Internet-Schnäppchenjäger gewandert zu wandern.

Wer also in Berlin wohnt, für den lohnt sich das 9€-Ticket, für alle anderen, empfiehlt sich eher lokale Messen zu besuchen.

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